FORMATOR Verwandler gewöhlicher Eingaben

FORMATOR Verwandler gewöhnlicher Eingaben
eine interaktive digitale Recherche,- und Transformationsplattform

Die Webseite FORMATOR Verwandler gewöhnlicher Eingaben soll Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen niederschwellig am Recherche-, und Transformationsprozess einer Inszenierung beteiligen und sie für die Weiterentwicklung der Produktion begeistern. Der FORMATOR wird konzipiert als Webseite, auf die jede:r zu einfachen Aufgabenstellungen unkompliziert Schnappschüsse, kurze Texte, Sound- oder Videoclips einstellen kann, die sich übersichtlich und visuell ansprechend zu einem neuen Gesamtbild, einem poetischen Crossover von Menschen, Lebensweisen, sozialen Umfeldern und Lebensentwürfen zusammensetzen.
Dieser FORMATOR lädt unter dem Titel LEUTE WOHNEN ein, zu entsprechenden Aufgaben zum Thema Wohnen Fotos, Sounds und Texte hochzuladen und selbst kreativ neu zu formieren. Zusätzlich transformiert das Kollektiv missingdots die eingegebenen Beiräge zu einem künslerischen Beitrag im FORMATOR-Schlusspunkt.
Parallel werden wir mit dem MOBILEN WOHNZIMMER im öffentlichen Raum präsent sein. Dort kann man mit dem  missingdots Wohn-Service einen Wohnraum für sich kreativ erschaffen und darin einziehen. Infos dazu findet man unter MOBILES WOHNZIMMER
Aus den gesammelten Beiträgen im FORMATOR wird das künstlerische Kollektiv missingdots im öffentlichen Raum in Dresden in den Bezirken Prohlis und Weißer Hirsch im Dezember 2021 eine szenisch performative Inzsenierung umsetzen.
Der FORMATOR Verwandler gewöhnlicher Eingaben wird mit Abschluss des Projekts LEUTE WOHNEN zu neuen Themen zur Recherche und künstlerischen Transformation einladen.

Termine FORMATOR ab Anfang Oktober bis Mitte Dezember | online

Künstlerisches Kollektiv
Performance
Julia Amme
Bildende Kunst
Svea Duwe
Regie, Dramaturgie
Katja Heiser
Daramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit
Frieda Prinbaum
new media artist
Anton Krause
Übersetzung Englisch
Carmen Amme
Designbüro
pingundpong
Technische Betreuung Christian Heimke – Loumaris UG

Förderer
Fonds Darstellende Künste #takePart NEUSTRAT KULTUR
Kooperationspartner
Societaetstheater Dresden

Dem Riesen auf der Spur

 

Dem Riesen auf der Spur – DAS FEST

ein partizipatives Projekt zur Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders

Ausgehend von den zehn Riesen-Fußspuren auf der Prohliser Allee starten wir im Januar 2019 in Prohlis mit einer Spurensuche: Wer war der Riese, welche besonderen Fähigkeiten hat er, woher kam er, was hat er in Prohlis gesucht und gefunden, wer ist ihm begegnet?
Wir befragen Prohliser Bürger*innen, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senior*innen aus Jugendtreffs, Kirchengruppen, Deutschkursen, Hausmusik- und Strickgruppen und vor allem Bewohner*innen des Innenhof Mareicke. Dort beziehen wir selbst eine Erdgeschosswohnung, laden zu Kaffee und Kuchen, zu Puppenbau und Puppenspiel, zu Schreib- und Textworkshops.
Wir erleben eine Havarie in der Projektwohnung, Feiertage im Innenhof, jede Menge Kinder, den Zuhälter vom Balkon nebenan, Kaffeeeinladungen an der Tischtennisplatte, Kindergeburtstag bei unseren eriträischen Nachbarn, Verbitterung an Wohnungstüren, Gastfreundschaft und Ablehnung.
Wir finden einen zusammengeknüllten Riesen-Zettel, auf dem der Riese seinen erneuten Besuch ankündigt.
Ab Ende Mai bereiten wir das Fest für den Riesen im Mareicke-Hof vor: Ein Traum-Speicher wird gefunden, in dem Tagträumen der Bewohner*innen gelauscht werden können, ein Traumlabor, in dem angeleitet geträumt werden kann, ein 35 Meter langer Schal wird gestrickt, mehrere Herz-Bühnen werden aufgebaut und ein 30 Meter langes Tischtuch für die Riesen-Tafel wird gemeinsam genäht, Lieder über Prohlis und über den Riesen werden geschrieben und geprobt.
Am 22. und 23. Juni 2019 findet das Fest des Riesen statt:
An beiden Tagen machen sich rund 150 Zuschauer*innen auf die Spur des Riesen. Sie werden von drei Expert*innen der europäische Sektion der International Giant’s Research, IGR, durch den Innenhof Mareicke geführt und treffen dort auf Spuren, die der Riese hinterlassen und auf Menschen, die ihm begegnet sind und die von diesen Begegnungen erzählen, sie nachspielen oder besingen.
Am Ende erscheint der Riese selbst und lädt an eine lange Tafel zur Riesensuppe.

Mitwirkende missingdots/ Theater La Lune Dresden
Julia Amme, Svea Duwe, Katja Heiser, Julia Pommer, Andrea Post, Christiane Wiegand, Harry Fuhrmann, Thomas Herbst, Dennis Katzmann, Lotte Kaiser, Carmen Amme, Robert Lewetzky, Loubna Azzawi, Steffen Huhn, David Pinzer

Mitwirkende aus Prohlis
Fleeesch & Soose, Seniorentanz Palitzschhof, Stricktreff Querformat e.V., Hausmusik im KIEZ, die fleißigen Näherinnen, Bettina Hirche, Marina Leufgen, Eberhard Dörry, Frank Konopka, Karin Paul, Renate Schröter, S. Reichelt, Wolfgang, Celin, Oti, Tommi, Amy, Nilgün, Celina, Furkan, Lilly, Leon und viele andere Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem Mareicke-Hof

Förderer 
Fonds Soziokultur, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Amt für Kultur und Denkmalsschutz
Kooperationspartner 
Societeatstheater Dresden, Quartiersmanagement Prohlis, Jugendhaus Mareicke Prohlis

Fotos
David Pinzer

 

APROPOS PROHLIS – Tischtheater

Wer ist die gute Seele von Prohlis?
Was brennt Ihnen unter den Nägeln?

missingdots hat gemeinsam mit den Berliner Theatermachern Christiane Wiegand und Harry Fuhrmann das von ihnen entwickelte Tischtheaterformat mit und für Prohliser Bürger*innen umgesetzt. In einer Recherchephase wurden verschiedene Bürger*innen, Initiativen, Vereine, Schulen, Jugendhäuser, der Umsonstladen, Die Tafel e.V. etc. zur Situation im Stadtviertel Prohlis interviewt. Aus diesem Material wurden Szenen geschrieben, die das alltägliche Leben im Stadtviertel wiederspiegeln. Diese Szenen wurden im Zusammenspiel von Schauspiel, Puppenspiel und Objekttheater am Tisch inszeniert. Die Zuschauer sitzen um den Tisch herum und jede Szene endet mit einer offenen Frage an die Zuschauer, die dadurch sofort miteinander ins Gespräch kommen.
Es wurden bis zu 25 Tischtheaterszenen an mehreren Orten in Prohlis gespielt.
Daraus ist das Folgeprojekt Dem Riesen auf der Spur – Das Fest entstanden

Konzeptidee, Szenenentwicklung, Regie
Christiane Wiegand, Harry Fuhrmann
Schauspiel
Julia Amme, Ilse Bendin, Philipp Grimm, Sven Hönig
Puppenspiel, Objekttheater 
Marie Bretschneider, Thomas Herbst, Dennis Katzmann
Assistenz  
Judith Emödy

Das Projekt wurde im Rahmen von „ZU HAUSE in Prohlis“ und im Rahmen des Projekts „10 x 2025 für 2025“ durch die Stadt Dresden gefördert.
Förderer 
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Amt für Kultur und Denkmalsschutz
Kooperationspartner 
Societeatstheater Dresden, Quartiersmanagement Prohlis

HELDIN togo

JVA Chemnitz

Stückentwicklung mit inhaftierten Frauen der JVA – Justizvollzugsanstalt Chemnitz

Premiere 2016

Wer ist mein Held oder meine Heldin im Leben? Was sind meine eigenen Heldentaten? Welche Heldin wäre ich gerne mal?

Heldinnen des Alltags werden gesucht und gefunden: die Arbeitskollegin, die Freundin, die eigene Tochter, die Rechtsanwältin, die Unbekannte hinterlässt heldenhafte Begegnungen. Fiktive Heldinnen haben ihren Heldenwunsch veräußert. Kämpfende Heldinnen setzen sich in Pose und stille Heldinnen kommen zu Wort.

Das Stück wurde in der JVA Chemnitz für weitere Insassinnen gespielt.

Regie und Stückentwicklung: Julia Amme, Katja Heiser

Spielerinnen: inhaftierte Frauen der JVA Chemnitz