TRANSITRAUM

TRANSITRAUM
Ein Raum, zwei Beamer, drei Bauzäune, 14 Gepäckstücke aus 42 Euro-Norm-Kisten. Es riecht nach Heimaten. Gibt es das eigentlich im Plural? Zwei Performerinnen nehmen uns mit auf den Weg. Wohin sind wir unterwegs, was verlassen wir, wenn wir weggehen, was nehmen wir mit und was braucht man dort nicht, wo wir hingehen? Wir stoßen auf Grenzen. Wir kommen an. Sind wir angekommen, wenn wir die Vergangenheit vergessen haben oder wenn wir fehlerfrei einen Brief an die Rentenkasse schreiben können?
missingdots nimmt das Publikum mit auf den Weg durch eine interaktive Rauminstallation und lädt ein, sinnlich teilzunehmen an unterschiedlichen Aspekten von Migration, von Grenzüberschreitung, von Ankommen und Begegnung.

Termine weitere Infos
Premiere 25.09.2020 im Societaetstheater Dresden

Künstlerisches Kollektiv
Performance-Schauspiel
Julia Amme
Performance-Tanz Helena Fernandino
Bildende Kunst Svea Duwe
Regie/Dramaturgie  Katja Heiser
Videoprojektion Franziska & Sophia Hoffmann
Sounddesign Nils Michael Weishaupt
Foto Julis Zimmermann
Video ravirfilm

Förderer
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Amt für Kultur und Denkmalschutz
Wir Gestalten Dresden #kunsttrotzcorona
Kooperationspartner
Societaetstheater Dresden

 

Mobiles Büro für echte Befindlichkeiten

Die Temperatur der Stadtbezirke wird gemessen!
Wir radeln durch Dresden in die einzelnen Stadtbezirke, bauen dort unser Mobiles Büro für echte Befindlichkeiten auf und sammeln die Stimmungen, Bedürfnisse, Wünsche und Erfahrungen ein: es wird gepinnt, getippt, geschrieben, pipettiert, geklammert und aufgespießt.
Die Ergebnisse werden bei der nächsten Produktion Transitraum im September 2020 im Societaetstheater Dresden gezeigt und auch das Mobile Büro für echte Befindlichkeiten wird dem Publikum dort begegnen.

Wir sind noch im Juni, Juli und August unterwegs.

LAND OHNE WORTE

von Dea Loher

“Es ist, ich kann es nicht anders beschreiben, eine Sinnlosigkeit, die auch in die Wörter eindringt,und sie bedeutungsleer zurücklässt. Etwas Selbstverständliches wird zerstört. Der normale Vorgang, die Sicherheit, das, was ich fühle und erlebe, in Worten ausdrücken zu können, ist zerbrochen.”
Dea Loher/Rede zur Verleihung des Bertolt Brecht–Preises 2006


Wenn die Sprache nicht mehr ausreicht, Erlebtes in Worte zu fassen, wenn die Kunst selbst an ihre Grenze stößt – was dann? Nach ihrer Reise in das vom Krieg gezeichnete Afghanistan 2005 beschrieb die Dramatikerin Dea Loher diesen Zustand: „Es ist, ich kann es nicht anders beschreiben, eine Sinnlosigkeit, die auch in die Wörter eindringt, und sie bedeutungsleer zurücklässt.” Das Theaterkollektiv missingdots zeigt eine interdisziplinäre Performance über den Verlust des Selbstverständlichen.

Termine weitere Infos
Premiere 20.02.2020 | HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste

Künstlerisches Kollektiv
Schauspiel Julia Amme
Bildende Kunst
Svea Duwe
Tanz
Kristin Mente
Choreografie  Nora Schott
Regie
Nora Otte
Lichtdesign
Martin Mulik
Foto René Zieger
Video ravirfilm

Förderer
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden
Kooperationspartner
HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste

Die Textrechte liegen beim Verlag der Autoren