ARK Dresden – Arche für unterschätztes Wissen

missingdots ist Kooperationspartner von ARK Dresden – Arche für unterschätztes Wissen im Rahmen des Community-Art-Projekts MOVING BORDERS von HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste, Quarantine Manchester und weiteren sechs europäischen Partnern.

Was soll gerettet werden, wenn das Wasser steigt? Welche Dinge, aber auch welche Kenntnisse, Fähigkeiten und welches individuelle Wissen darf nicht verloren gehen?

Wir befragen unterschiedliche Menschen und Communities. Teils Menschen, die noch in der DDR aufgewachsen sind, gelernt, gearbeitet und Familien gegründet haben und deren Wissen und Erfahrung zu großen Teilen nach der Wende nicht mehr gefragt war. Diese Erfahrung teilen auch die, die erst in den letzten Jahren in Dresden angekommen sind, die ihre Heimat durch Krieg, Terror, Armut oder andere existenzielle Bedrohungen verlassen mussten und dort neben vielen Menschen und Dingen auch Kenntnisse und Erfahrungen zurückgelassen haben, die hier oft nicht zählen.Dieses Wissen und diese Erfahrungen wollen wir sammeln und sichtbar machen, damit sie nicht verloren gehen.

Ausgehend vom Konzept des britischen Kollektivs Quarantine entstehen in sieben Städten Europas Visionen und Umsetzungen zum Thema „Arche“. Die Arche in Dresden wird am Elbufer entstehen, einem Ort, den sich alle Dresdner:innen teilen und nutzen. Hier zwischen Johannstadt und Neustadt, rund um die Fähranleger der „Johanna“, entsteht ein öffentlicher Ort für Begegnung und Erfahrungsaustausch, für Workshops und Gespräche. Auf dem Fährschiff Johanna finden performative Interventionen für ein interessiertes Publikum und zufällige Fahrgäste statt.

MOVING BORDERS Dresden im Rahmen des Festivals
Stadt.Raum.Fluss. Zeitgenössische Perspektiven zur Stadt
4. – 7. Juni 2021 | Fähranleger der Johanna
mehr erfahren:
MOVING BORDERS Hellerau Europäisches Zentrum der Künste

Foto missingdots

Künstlerisches Kollektiv
Svea Duwe, Mustafa Hasan, Katja Heiser
Förderer aller beteiligten europäischen Länder
Creative Europe Programme of the European Union

GESCHICHTEN AUS DEM GEMÄUER

Audio – Installation zum Anlass des
100+1 jährigen Jubiläums der Wigman-Schule

Die Villa Wigman, einst kleine szene  und davor die Wigman Schule ist ein Gebäude voller Geschichten: Adrenalin, Schweiß, Kampf und die leidenschaftliche Lust am Tanz. Das Gemäuer hat viel gesehen. Aber stumm hütet es die Geschichten als wären es Geheimnisse. Es wurden Wandschichten frei gelegt, dank der Restauratorin Sonja Kaeten. Aber die erlebten Erinnerungsstücke können wir nur über die Menschen erfahren, die hier ihre Zeit dem Tanz widmeten und bis heute widmen. Wir interviewen verscheidene Zeitzeug*innen, die uns von ihren Erlebnissen, Erfahrungen, Tätigkeiten und Sinneseindrücken im Kontext der Villa Wigman berichten.

Unsere Fragen:
In welcher Verbindung stehen Sie zur Villa Wigman?
Welche Bedeutung hat der Ort für Sie?
Gab es besondere Ereignisse/ Erlebnisse/ Anekdoten in Zusammenhang mit diesem Ort, die Sie mit uns teilen möchten?
Beschreiben Sie den damaligen Ort aus Ihrer Erinnerung heraus.
Welche sinnlichen Erinnerungen: Gerüche, Geräusche, etc. verbinden Sie mit diesem Ort?
Wie beeinflusste die Villa Ihr: Leben? Lernen? Tanzen?
Welche Verbindung haben Sie zur Begründerin Mary Wigman?

Die Ergebnisse sind durch Audio-Stationen im Kleinen Saal der Villa Wigman hörbar. Verschiedene Materialien von Fotos über Plakate bis hin zu Bühnenmodellen erweitern den gemeinsamen Erinnerungsraum.
Wir laden Sie ein mit uns in Erinnerungen zu schwelgen oder von uns Neues zu erfahren.

Termine weitere Infos
01./02.05.2021  Parcour in und um die Villa Wigman
für einen Hausstand

Künstlerisches Kollektiv
Recherche + künstlerische Umsetzung Julia Amme, Nora Otte

Förderer der Villa Wigman für TANZ e.V.
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden
Kunst&Kultur der Ostsächsischen Sparkasse

Foto missingdots

GETEILTE HEIMATEN

Deutschland und Europa als interkulturelle Erfahrungsräume
Digitale Konferenz | Deutsches Hygiene-Museum

Wir nehmen an der Digitalen Konferenz GETEILTE HEIMATEN in einem  Workshopformat teil. Dabei werden wir verschiedene Rechercheformate präsentieren, die wir in den letzten Jahren entwickelt, erprobt, erweitert und neue Formate hinzugefügt haben. Es werden kleine interaktive Versuche mit den Teilnehmer:innen stattfinden, welches für uns eine weitere neue Erfahrung sein wird. Wir freuen uns darauf und bedanken uns bei dem Team vom Deutschen Hygiene-Museum für die Einladung.

10. – 12.05.2021
Deutsches Hygiene-Museum

Künstlerisches Kollektiv
Julia Amme, Svea Duwe, Katja Heiser
Veranstalter
Deutsches Hygiene-Museum

 

KOLLEKTIVES GEDÄCHTNIS Die Bedeutung von Vergangenheit

Der Mensch besitzt die Fähigkeit, nicht zu vergessen und sich zu erinnern. Eine Fähigkeit, die uns lernen lässt und mit der wir unser Leben als Individuum und  Gesellschaft gestalten. Ich frage mich, wie sehr beeinflussen meine Erinnerungen meine jetzigen Handlungen und welche Ereignisse sind in meinem Leben von solcher Bedeutung, dass ich sie in meinem Gedächtnis als Erinnerung bewahre? Wie wird diese Erinnerungsleistung auf ein Kollektiv übertragen? Welche Erinnerungen an historische Momente sind für eine Gesellschaft bedeutend und wieviel Raum, Form, Ort und Zeit sollte man den Erinnerungen geben? Welchen Ereignissen liegt eine solch historische Bedeutung inne, dass sie zu einer identitätsstiftenden Erinnerungskultur für die Zukunft gehören sollten und wer entscheidet das?
Das Recherchethema KOLLEKTIVES GEDÄCHTNIS Die Bedeutung von Vergangenheit werde ich auf verschiedenen Ebenen erforschen: historisch, soziologisch, psychologisch und kulturell. Jeder dieser Bereiche bietet einen spezifischen Blick auf die Bedeutung des Vergessens und Erinnerns für das Individuum und die Gemeinschaft. Es spannt sich ein Netz der Betrachtungen, welches sich letztlich ergänzt und Überschneidungen bieten wird, aus denen ich eine thematische Grundlage mit künstlerischem Potential für die Weiterverarbeitung generieren möchte.
Foto Volker Metzler

Stipendiatin Julia Amme
Förderer
Kulturstirfung des Freistaates Sachsen

FORMATOR Verwandler gewöhlicher Eingaben

FORMATOR – Entwicklung einer digitalen Plattform
für partizipativ künstlerische Recherche,- und Transformationsprozesse

Die Rechercheplattform FORMATOR Verwandler gewöhnlicher Eingaben soll Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen niederschwellig am Recherche-, und Transformationsprozess einer Inszenierung beteiligen und sie für die Weiterentwicklung der Produktion begeistern. Der FORMATOR wird konzipiert als Website, auf die jede:r zu einfachen Aufgabenstellungen unkompliziert Schnappschüsse, kurze Texte, Sound- oder Videoclips einstellen kann, die sich übersichtlich und visuell ansprechend zu einem neuen Gesamtbild, einem poetischen Crossover von Menschen, Lebensweisen, sozialen Umfeldern und Lebensentwürfen zusammensetzen. Das Thema unseres Modellversuchs ist Wohnen, zu dem wir Bürger:innen aus Dresden einladen, zu entsprechenden Aufgaben Material hochzuladen und selbst kreativ neu zu formieren. Parallel werden wir mit dem Mobilen Büro für echte Befindlichkeiten im öffentlichen Raum präsent sein und analog mit vorbeilaufenden Passanten:innen ins Gespräch kommen. Auf der digitalen Plattform wird das künstlerische Team zusätzlich Material neu formieren und im Anschluss der Recherchephase wird es öffentlichen Raum aus dem Material eine szenisch performative Intervention geben.
Der FORMATOR Verwandler gewöhnlicher Eingaben ist so konstruiert, dass wir ihn für weitere Projekte mit neuen Themen nutzen werden.

Künstlerisches Kollektiv
Performance
Julia Amme
Bildende Kunst
Svea Duwe
Regie, Dramaturgie
Katja Heiser
new media artist
Anton Krause
Öffentlichkeitsarbeit
Frieda Pirnbaum
Designbüro
pingundpong

Förderer
Fonds Darstellende Künste #takePart NEUSTRAT KULTUR
Kooperationspartner
Societaetstheater Dresden

Laboratorium GRENZFORSCHUNG

Wir beginnen das Jahr mit unserer Residenz-Recherche in HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste. Im Laboratorium Grenzforschung werden wir mit variablen Raumstrukturen, performativen Kostümen und der Bewegung des Publikums experimentieren. Dabei untersuchen wir die Auswirkungen materieller Setzungen auf die Bewegungsabläufe von Performer*in und Publikum und streben Perspektivenvielfalt für die Zuschauer*innen an.

Künstlerisches Kollektiv
Residenz
Bildende Kunst Svea Duwe
Performance-Tanz Nora Schott
Kostüm,-Bühnenbild Katja Turtl
Künstlerische Mitarbeit
Performance-Schauspiel Julia Amme
Regie, Dramaturgie Katja Heiser

Förderer
Fonds Darstellende Künste #takeResidenz
Residenzpartner
HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste